Zeitfahrtest im Hirschbachtal
Vier Coburger Triathleten nahmen das 1. offiziell ausgerichtete Einzelzeitfahren in Eschenbach zum Anlass, mal wieder Richtung Nürnberg aufzubrechen um einen 24km Soloritt im wunderschönen Hirschbachtal unter die Pneus zu nehmen.
Erster Eindruck vorneweg: Nicht nur Trias geben UNMENGEN Geld für Material aus. Es wäre kein Tour-de-France Team auch nur ansatzweise aufgefallen. Anscheinend kann man heutzutage ohne Zipps, Scheiben, Wattmessgeräte, Kompressionssocken, Zeitfahreinteiler und diversen edlen Carbon-Schnickschnack keinen Kilometer mehr fahren…
Das es doch anders geht, bewies - frisch genesen - aber noch mit fellbesetzten Waden und seinem klassischen (!) Rennrad mit keinerlei Zeitfahrfirlefanz Kollege Philipp Kamp in einem 37,3 km/h Schnitt. Chapeau! Mit diesem Material, astrein!
Die Strecke selbst: Wendekurs, wellig, mit 120 hm, größtenteils hinwärts in mäßigem Gegenwind zurückzulegen. Rück zu, eigentlich eine einzige Drückerstrecke an dem Tage mit Kanten/Rückenwind. Wahnsinn wie fies so was sein kann, da brennen die Haxen bei jedem kleinen Hügel. Beim letzten Anstieg kurz vor der Wendemarke ist wohl so manchem Wettkämpfer der Motor explodiert. Eine richtige Renneinteilung: Entscheidend.
Und das konnten wohl manche Teilnehmer doch etwas besser. Die Topfahrer bewältigten den Kurs mit 45er Schnitt! Wahnsinn. Das mit uns Triathleten aber auch nicht gut Kirschen essen ist, bewiesen Steffen und Olli, beide immerhin um die 35 Minuten unterwegs, mit über 41er Schnitt auf der Nadel. Abteilungsleiter Stefan bewies in 38,46 min. das es auch bei Ihm auch besser rollen kann als in Weismain.
Fazit der top Veranstaltung: Wahnsinn, wie lange läppische 24km sind und wie schwer man es sich dabei machen darf. Ein sehr Familiäres Klima, eine (schrecklich) schöne Strecke, Gott sei Dank top Wetter & gute Verpflegung. Es war eine Reise und die Erkenntnis wert: EZF ist ne Sache für sich, und Triathlon bleibt wohl doch die schönere Quälerei auf dieser Welt!
Olli